Gendai Budō bezeichnet die modernen japanischen Kampfkünste die nach der Meiji Restoration entstanden sind und bewusst an die Anforderungen einer neuen Zeit angepasst wurden wobei Disziplin Charakterentwicklung körperliche Fitness und ein strukturierter Trainingsaufbau im Vordergrund stehen und bekannte Systeme wie Aikido Kendo Judo und Karate-dō heute weltweit verbreitet sind und häufig auch sportliche Aspekte sowie klare Regelwerke beinhalten die Sicherheit und Vergleichbarkeit ermöglichen während Graduierungssysteme und didaktische Konzepte den Weg des Übenden nachvollziehbar und messbar machen wohingegen das Bujinkan einen deutlich anderen Ansatz verfolgt da es seine Wurzeln in traditionellen Kriegskünsten und alten Schulen hat die aus einer Zeit stammen in der Kampf nicht als Sport sondern als reale Überlebenssituation verstanden wurde wodurch der Fokus nicht auf Wettbewerb sondern auf Effektivität Anpassungsfähigkeit und einem tiefen Verständnis von Bewegung Timing und Distanz liegt und der Übende lernt sich frei und natürlich zu bewegen anstatt feste Techniken mechanisch abzurufen wobei auch der Umgang mit historischen Waffen und das Verständnis für strategische Prinzipien eine zentrale Rolle spielen sodass sich zusammengefasst sagen lässt dass Gendai Budō den Weg der modernen Entwicklung mit Struktur Sicherheit und oft sportlichem Vergleich verkörpert während das Bujinkan eine Brücke zur ursprünglichen Kampfkunst darstellt in der das Ziel nicht der Sieg im Wettkampf sondern das Verstehen von Bewegung das Erkennen von Situationen und letztlich die Fähigkeit ist in jeder Lage ruhig klar und effektiv zu handeln wodurch beide Wege ihre eigene Tiefe besitzen sich jedoch in ihrem Kern grundlegend unterscheiden indem der eine den Menschen durch moderne Systeme formt und der andere ihn durch traditionelle Prinzipien wieder zu seiner natürlichen Bewegung zurückführt
Sascha Uvira